Mittwoch, 28. März 2012

Gateway - Frederik Pohl

Eine Space-Opera, wie sie im Buche steht, geschrieben von einem schon damals erfahrenen Autor. Keine Weltraumschlachten, keine übertriebenen Phantasien, einfach gute, fesselnde SF.
Es geht um die Hinterlassenschaften einer verschwundenen Zivilisation, der Hitschi, die die Menschheit inspirieren und ein völlig neues Forschungsgebiet eröffnen. Schattenseiten der kommerzialisierten Wissenschaft sind die hohen Opfer, die private Glücksritter im Streben nach Ruhm und Reichtum bringen, denn allzu oft endet die Benutzung des "Gateways", eines verlassenen Raumflughafens der Hitschi, der die wagemutigen Piloten auf eine zufällige Reise schickt, mit dem Tod. Der Protagonist ist eingespannt in eine typische Liebesgeschichte, die hier allerdings erträglich präsentiert wird, und auch hier sind Sentimentalitäten der eigentliche Handlungsmotor. Wen das nicht stört, der erlebt wunderbare Unterhaltung in einem stimmig konzipierten Universum ohne zuviel buntes Lametta, mit anständiger Subtilität, die sich mit den besseren Repräsentanten des Genres messen kann.
Teil zwei und drei der Saga führen die Geschichte ohne Brüche fort, allein das aktive Eingreifen der bis dahin mythischen Hitschi im dritten Band wirkt ein wenig verzweifelt. Das Ende läßt jedoch genau die richtigen Stränge offen und den Leser befriedigt zurück. Eine klare Empfehlung.

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