Donnerstag, 23. Februar 2012

Gladiator - Ridley Scott

Hat mir im Kino unglaublich gut gefallen. Wie alt war ich, 20? Jetzt, zehn Jahre später, nochmal auf DVD gesehen, falle aus allen Wolken.
Typische Hollywood-Romanze vor austauschbarem Hintergrund, hier ein aufwändig inszeniertes Rom der Zeitenwende. Wenige Handlungsträger, allesamt stereotype Schablonen. Der eine ist gut, der andere verkommen, der Alte ist weise und schwach, die Schöne erst auf der falschen Seite, dann bekehrt. So unsäglich schematisch, daß ich mich über mich selbst wundere, schließlich hat mir so etwas offenbar einmal gefallen. Der Film ist eine TV-Soap mit mehr Budget, wie so vieles, was aus Hollywood zu uns herüberschwappt. Regisseure und Darsteller sind absolut professionell und absolut austauschbar. Dort gibt es eine ganze Armee dieser Profis, die ihr Handwerk perfekt beherrschen und uns mit leicht verdaulichem, hochkonzentriertem Gefühlsbrei versorgen.
Die Schwächen des Bösen, die interessant sein und einfühlsam hätten ausgelotet werden können, werden als abscheulich dargestellt, dem Publikum geliefert, was es erwartet. Daß er seine Schwester liebt und in Momenten höchster Verrufenheit diese Liebe beinahe körperlich vollzieht (aber davor schreckt das Monster dann doch zurück), muß die amerikanischen Kinogänger schockiert haben. Schrecklich ist der Pathos, der sich durch den Film zieht, die allgegenwärtige Melodramatik. Das höchste amerikanische Gut, die Unschuld der Kinder, wird förmlich niedergeritten, um dem Publikum eine von moralischen Bedenken unbeschwerte, genussvolle Abscheu vor dem Widerling zu ermöglichen. Der Held ist hingegen eine Verkörperung der Tugenden, so aufrecht und kraftvoll, daß man ihn nur bewundern kann. Eigentlich ist er gegen Gewalt. Er muß töten, okay, aber immer zu einem höheren Zweck, mit einer Träne im Auge. Und über all das hinweg wabert die klebrige, Fäden ziehende Musik!
Das Ganze wäre nicht so ärgerlich, wenn diese Art Filme nicht eine so hohe meinungsbildende Kraft besäße, einen so nachhaltigen Einfluß auf unsere Kultur. Die hollywoodschen Profis stecken so drin in der Maschinerie, sind so erkaltet, daß sie Kritiken wie meine nie einsehen könnten. Der Film war an der Kasse sehr erfolgreich, also alles richtig gemacht.
"Kitsch ist das tückischste aller Gefängnisse. Die Gitterstäbe sind mit dem Gold [...] unwirklicher Gefühle verkleidet, so daß man sie für die Säulen eines Palastes hält." (P. Mercier)

Dalmore 12, Tamnavulin 12, Isle of Jura 10

"The Discovery Malt Collection" besteht aus drei Fläschchen à 33cl, die eine nette Auswahl der drei Gebiete Highlands, Speyside und Islands bietet. War ein Schnäppchen auf ebay.

Dalmore 12
Duft: Sehr weich, wie parfümiert, Lavendel, feine Süße, Honig, Datteln, kandierte Früchte, fast Richtung Cognac. Beim zweiten Riechen Buttertoffee, leider etwas spritig.
Geschmack: Zunächst nur milde Bitterkeit, später wilde, dunkle Süße. Im Abgang Spuren von Getreide bei lang anhaltender, dominierender Süße.
Fazit: Guter Einstieg in die Dalmore-Range. Mir zu süß, aber dennoch ein passabler Whisky. 78 Punkte.

Tamnavulin 12
Duft: Erdig, intensiv Getreide, herbe Töne. Krasser Gegensatz zum Dalmore.
Geschmack: Wie in eine Wiese zu beißen. Nur zarte Anklänge von Süße am Zungenrand lockern das herbe Bild auf. Nach langer Zeit, schon längst im Abgang, erreicht der Tamnavulin jedoch eine gewisse Balance, die ihn sehr interessant macht. Gras, Bohnen.
Fazit: Sehr getreidig, herb. Dezente Süße verschafft später ein kurzes Glück. Ein Whisky, der definitiv nicht einfach so runterläuft, man muß sich an ihn gewöhnen, hinter die Fassade seines herben Charakters kommen. Ein extrem einseitiger Tropfen, Respekt für diese mutige Kreation.  72 Punkte.

Isle of Jura 10
Duft: Ölige, ledrige Bitterkeit, Holz, schwache, aber schwere Süße. Ein belebender Kontrast nach dem anstrengenden Tamnavulin. In seiner Spannung zwischen Herbem und Süßem der interessanteste Duft des Trios.
Geschmack: Beinahe schüchtern, sehr dezentes Holz, etwas säuerlich, wenig Bitterkeit, Spuren von Süße. Am Ende eine zu zurückhaltende, wohlabgewogene Balance. Irgend etwas stört mich jedoch, irgendein Extrem wohnt dem Geschmack inne, das trotz aller Zurückhaltung nicht passen will. 75 Punkte.

Ilium, Olympos - Dan Simmons

Es gab eine Zeit, in der Dan Simmons noch Bücher in einem Genre schrieb, für das er geschaffen war. Das Große, was er mit seiner Hyperion-Tetralogie für die SF geleistet hat, nahm er mit Ilium noch einmal auf. Seither beobachte ich ihn, lese seine Bücher, anfangs komplett und im Fluge, später zögerlicher und nur noch ausschnittsweise. Für "realistische" Genres erscheint mir seine Erzählkunst nicht geeignet: so feurig sie sich in ausufernde futuristische Denkspielereien verlieren kann, so begrenzt wirkt sie in den bodenständigen Formaten. Der Quatsch, zu dem sich "Terror" in der zweiten Buchhälfte entwickelt, die Versatzstücke, aus denen "Drood" und "Flashback" bestehen, legen das nahe. Bleiben wir also bei dem, was er einmal konnte.

Als ich damals Ilium und Olympos gelesen hatte, war ich zunächst geteilter Meinung, denn Simmons verlor sich darin einfach zu oft und zu sehr. Beides sind wirklich dicke Wälzer, vollgestopft mit den eitlen Zitaten und Anspielungen, die wir vom Autor kennen. Die Handlung aufgebläht, vieles hätte man weglassen können.
Doch je länger ich die Eindrücke ruhen und fermentieren ließ, desto besser gefiel mir die Geschichte. Ich glaube, es gibt nicht viele Autoren, die solch ein Szenario glaubwürdig entwerfen könnten, und Simmons erschafft darum herum gleich ein ganzes Universum an glaubwürdigen Subplots, Rätseln und losgelösten Betrachtungen. Das, was man von einer guten Space Opera erwartet. Unterhaltung und auch ein bisschen Inspiration.
Die Erotik ist nicht mehr so verklemmt, die Handlung nicht mehr so dicht wie früher, schweift öfter mal ab, vielleicht ein Versuch des Autors, dem Proustschen Vorbild näher zu kommen. Die Auflösung ist schön kryptisch, die Charaktere liebenswert, die Welt fesselnd, also eine unbedingte Empfehlung.
Cave: Simmons scheint, wie auch seine Äußerungen im heimischen Fanforum erkennen lassen, politisch nicht ganz ohne. Stockkonservativ wie viele seiner Landsleute, gelingt es ihm nicht, seine teils verqueren Ansichten aus seinen Werken herauszuhalten. Für mich sehr unangenehm, fast widerlich sind solche Passagen, von denen es glücklicherweise nicht allzuviele gibt. In der Zukunft Iliums wird Jagd auf Juden gemacht. Die Araber, obwohl längst ausgestorben, sind nach wie vor die Bösen. Ich weiß nicht mehr genau, was es war, ich glaube ein U-Boot, mit dem sie die Menscheit hatten ausrotten wollen. Und sie schufen Roboterarmeen, um die Welt auch in Zukunft frei von Juden zu halten. Jo mei.

Hyperion, Endymion - Dan Simmons

Ich habe diese Bücher vor vielleicht zehn Jahren gelesen. Wie es sich für eine erinnerte Rezension gehört, habe ich mein Wissen und meine Gefühle darüber in dem Zustand belassen, in dem sie seit damals sind. Keine Recherche, kein Wiederlesen. Ungenauigkeiten sind das Risiko, der Reiz. Möglich, daß ich heute völlig anders rezipieren würde, aber darum soll es hier nicht gehen.

Hyperion
Simmons entwirft eine typische Space Opera auf großer Skala. Alle möglichen Themen werden angerissen, philosophische, kitschige, und das macht er fesselnd mittels vielerlei das Genre belebender Innovationen. Die Menschen wurden durch einen nicht näher erläuterten Unfall von der Erde vertrieben, in eine Weltraum-Diaspora. Schnelle Reisen und Kommunikation sind mithilfe von Technik möglich, die hochentwickelte KIs zur Verfügung stellen, die niemand mehr versteht. Mittelpunkt und Namensgeber ist ein abgelegener Planet, auf dem gewisse Artefakte eine politische Bedrohung darzustellen scheinen und erforscht werden sollen. Die Personen, die man dafür ausgewählt hat, sind die Protagonisten.
Ich erinnere mich an meine Faszination. In Vielschichtigkeit kam dieses Buch und seine Nachfolger an den Wüstenplaneten heran, seit jeher mein Maßstab, der für mich bis heute in der SF nicht mehr erreicht wurde. Klar, streckenweise dominieren platte Sci-Fi-Klischees und Stereotypen, im Großen und Ganzen jedoch gehört Hyperion zur Crème der SF.

Der Sturz von Hyperion
Während der erste Teil episodisch und unkonventionell aufgebaut ist, folgt der zweite, der unbedingt dazugehört, ausgetretenen Pfaden. Die Handlung ist geradliniger, spannender, actionlastiger. Das ist per se nichts Schlechtes, das Buch steht seinem Vorgänger qualitativ nicht nach. Bloß hatte Simmons offenbar gelernt, seinen Stil den Lesern noch besser anzupassen, etwas, daß wir auch beim Neuromancer und dessen Nachfolgern beobachten können. Die tolle Geschichte mit all ihren Implikationen, billigen Lovestories und überraschenden Wendungen endet exploisiv und ungemein befriedigend. Ein wirklicher Klassiker des Genres!

Endymion 1 + 2
Fünf Jahre später schrieb Simmons eine Fortsetzung, wieder auf zwei Bände aufgeteilt. Es ist darin viel Zeit seit den Geschehnissen von Hyperion vergangen, und die Prämisse, die Endymion macht, um weiterhin interstellaren Transfer zu ermöglichen, hat mich seinerzeit ungeheuer beeindruckt. Eine neue Bedrohung lastet auf der Menschheit, wieder muß eine kleine Gruppe ran zur Rettung. Die Gegner sind übermächtig, die Zeit spielt eine große Rolle, und am Ende stehen ganz neue Entwicklungsstufen an. Diese beiden sind ebenfalls tolle Romane, wenn ich sie auch leicht schwächer fand als ihre Vorgänger. Etwas zu langatmig, zu ausschweifend und zu sehr an Beschreibungen fremdartiger Orte und Gewohnheiten verweilend. Auch hier am Schluß eine wunderbare Auflösung und Abschluß der Tetralogie.

Ich kann den Einfluß, den diese Bücher auf mich als jungen Mann und meine Lese- und Kulturgewohnheiten hatten und haben, nicht hoch genug einschätzen. Es gibt in der SF nur wenig Vergleichbares, bis heute habe ich kaum etwas finden können.
Ein wenig störte mich schon damals die Eitelkeit des Autors, der seine Bücher vollstopft mit Zitaten englischer Klassiker, die hier sogar als Replikationen auftreten. Auch in seinen späteren Romanen entsteht der Eindruck, Simmons betrachte sich als geistiger Bruder dieser großen Namen, Keats, Shakespeare, Proust. Aber das ist er nunmal nicht, und dann wirken solch aufdringliche Manierismen schnell anmaßend. Dan Simmons war ein guter SF-Autor, damit sollte er zufrieden sein, denn das ist durchaus nicht das Schlechteste, was einem passieren kann.

Philip K. Dick

In der "Rubrik Retro" (klingt wie ein künftiger autonomer Staat nostalgisch frustrierter Mittdreißiger) geht es um Bücher, die ich irgendwann einmal, vielleicht als Jugendlicher, gelesen habe. Eine Rückschau, die ausschließlich von Erinnerungen bestimmt ist und schwarzweißmalende Verklärung und/oder Verdammnis zur Maxime erhebt. Es werden einseitige Besprechungen darunter sein, völlig frei der bemühten Klarheit aktueller Kritiken, dafür voller Herzblut.
Eine Meinung, die sich über viele Jahre hinweg halten und reifen kann, muss einfach etwas wert sein.
 
Philip K. Dick
Einer der bekanntesten SF-Autoren überhaupt. Geprägt von großer Lebensunsicherheit vertraute er der Welt nicht und zweifelte, genau wie ungezählte Zerrüttete es vor ihm taten. Im Gegensatz zu thematisch verwandten Ikonen der Hochliteratur wie Kafka verfügte Dick nur über begrenzte Mittel, was ein Grund dafür sein mag, dass er einen so bedeutenden Eingang in die Popkultur gefunden hat. Seine Romane lesen sich größtenteils gefällig-reduziert, sind typische Vertreter einer gewissen marktorientierten Genre-Schreibe. Charakterisierung wird sparsam betrieben, was zählt, ist der Plot. Doch diese Plots haben es in sich. Dicks Ängste spiegeln sich darin wieder, die Realität und ihre Fallstricke sind ein immer wiederkehrendes Thema. Alles wird hinterfragt, schonungslos, epistemologische Probleme prasseln auf die Protagonisten ein, und das in einem Tempo, in einer brachialen Vehemenz, dass einem schwindelig werden kann. Dick war bekannt dafür, zu Anfang seiner Geschichten nur eine grobe Idee zu haben, vielleicht ein paar Eckpunkte, und dann einfach drauflos zu schreiben, der Entwicklung keine Zügel anzulegen. An einigen Stellen wird das deutlich, wenn die Handlung sich plötzlich überschlägt, aberwitzige Ex-Machina-Wendungen stattfinden und der Rahmen der Erzählung gesprengt wird. Dicks Kunst ist es, bei all diesen ungeheuerlichen Vorgängen die Plots und die Motivationen stets nachvollziehbar zu halten, stets in der eigenen Welt glaubwürdig zu bleiben. Er hinterlässt ein buntes Werk an Romanen und Erzählungen, von denen ich einige in meiner Rückschau vorstelle.

Nach der Bombe
Ein normales-Leben-Auftakt, dann fallen Atombomben. In der danach entstehenden Überlebendengesellschaft wird mit den Dickschen Typika gespielt. Gut

Das Orakel vom Berge
Viel umjubeltes Frühwerk. Die Deutschen haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen, die Japaner in den USA eine freundlich-autoritäre, kulturassimilierende Besatzung errichtet. Ein Autor veröffentlicht ein skandalöses Buch, darin wird eine alternative Realtität beschrieben, in der die Deutschen den Krieg verlieren. Eine nette Idee, aber das "Orakel" ist einfach schlecht geschrieben. Langweilig, zäh, und offensichtlich manipulativ und zielführend fällt an jeder Ecke auf, daß der Autor noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Schlecht.

Marsianischer Zeitsturz
Bizarres Buch. Hinterließ mich verwirrt und grübelnd. Verquickte Realitäten, Zeitreisen auf dem Mars, esoterische Erfahrungen. Bin mir sicher, daß das Ende meisterlich ist, weiß aber nicht, warum. Anfang und Mittelteil wiederum wirkten zäh und aufgeblasen. Gut.

Ubik
Fantastisch, packend, erhellend, revolutionär. Dick-Prototyp in kristalliner Form, und dem Autor handwerklich wirklich gelungen. SF über die Realitäten in uns und in der Welt, wie sie lakonischer nicht sein könnte. Dick auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Sehr gut.

Der dunkle Schirm
Drogenerfahrungen, verarbeitet. Dick muß es in einer Phase seines Lebens sehr schlecht gegangen sein, und als er da raus war, hat er zur Reinigung dieses Buch geschrieben. Ein Detektiv wird von einem Polizeiapparat instrumentalisiert und schließlich geopfert, um Drogenherstellern auf die Schliche zu kommen. Er taucht dabei ab in eine Halbwelt aus technisierter Selbstbeobachtung und Drogenrausch. Am Ende vermischt sich Beides in typischer Weise und die Fragen bleiben offen. Zäh und wenig packend.
Nachtrag. Kürzlich habe ich den Film gesehen, eine Inszenierung von Richard Linklater, die sich extremer Mittel bedient, um der Vorlage nahezukommen. Mein Eindruck hat sich gewandelt.
Der Film bedient sich einer ausgesprochen ungewöhnlichen Technik, gefilmtes Material wird comicfarben übermalt, mit surrealem Ergebnis, ähnlich einem halluzinogenen Drogentrip. Ihm gelingt es, die Stimmung zu erzeugen, die das Buch vergeblich erzeugen will. Wo das Buch versagt, reüssiert der Film. Beeindruckend - vielleicht der erste Film, der näher an seiner Vorlage ist als die Vorlage selbst. Durch ihn ging mir erst auf, was alles in dieser Geschichte steckt. Die kalte, mitleidlose Welt, die die Protagonisten in ihrer ewigen Scheinexistenz durchstreifen, die Leidenschaftslosigkeit ihrer Tätigkeiten und allgemein ihres Lebens, die psychotischen Abgründe, die geistigen Leerläufe, die manchen Zuschauer wohl erst belustigen, dann aber dafür sorgen werden, daß ihnen das Lachen im Halse stecken bleibt. Hinter allem, nicht sichtbar, aber jederzeit spürbar, hängt Düsterkeit, Verlassenheit, Bitterkeit, eine Trauer um verlorene Liebe, um die eigene Jugend und um das Leben. Für Dick war die Erzählung die Verarbeitung seiner eigenen Trauer. Aber richtig spürbar wird diese Trauer erst im Film.
Die Ziellosigkeit der Protagonisten überträgt sich als Langeweile auf die Zuschauer. Die Junkies wissen nicht, was sie mit den leeren Tagen anfangen sollen. Auch das ist ein Stilmittel. Wenn der Abspann läuft, weiß man, was Dick ausdrücken wollte, man weiß, daß es sich gelohnt hat, diesen Film zu sehen, und man sieht auch das Buch in neuem Licht. Ich kann mir keine bessere Möglichkeit vorstellen, einen Dick visuell umzusetzen.
Der galaktische Topfheiler
Herrliche abstruse Story. Ein Dick-Märchen, in dem er mit Überbordendem nicht gespart hat. Ungeheuerlich, daß er angesichts dieses Plots den Text dermaßen dicht hinbekommen hat. Alles natürlich aufge- und überladen mit dem fast schon hippieartigen metaphysischen Kram, der einem nur so um die Ohren fliegt. Dick von seiner extremen Seite, die dennoch gut lesbar und bekömmlich bleibt. Sehr gut.

Die drei Stigmata des Palmer Eldritch
Mit Ubik das Beste. So verwinkelt, voller Wendungen und doppelter, nein, dreifacher Böden und so beängstigend stringent zu Ende geführt, wie nur Dick es konnte. Was ist die Realität? Wer sind wir? Fragen, die die abgründige Angst hervorriefen, die der Autor in seine Bücher fließen ließ. Sehr gut.